Tierheim Moers

Category: Aktuell

  • #RespektTaube – neue Kampagne des Tierschutzbund

    Mit seiner neuen Kampagne #RespektTaube, die am 5. April startet, wirbt der Deutsche Tierschutzbund für einen respektvollen und tierschutzgerechten Umgang mit der Stadttaube. Ziel der Kampagne ist es, die Bevölkerung über Vorurteile aufzuklären und mit dem negativen Image der Taube aufzuräumen. Gleichzeitig stellen die Tierschützer Städten und Gemeinden Infomaterial zur Verfügung und zeigen auf, wie sich die Taubenpopulation durch die Errichtung von Taubenhäusern und –türmen tiergerecht regulieren lässt.

    „Man muss die Taube nicht zwingend lieben, doch respektieren muss man sie allemal. Der tagtägliche Umgang mit den Tieren zeigt jedoch leider häufig das Gegenteil“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Damit Tauben und Menschen friedlich koexistieren können, braucht es sowohl die Aufklärung der Bevölkerung als auch flächendeckende Konzepte zur tierschutzgerechten Bestandsregulation.“

    Insbesondere Verschmutzungen durch Taubenkot an Gebäuden und die Angst vor der Übertragung von Krankheiten führen dazu, dass sich viele Menschen durch die großen Stadttaubenschwärme belästigt fühlen. Was viele nicht wissen: Die anpassungsfähigen und intelligenten Stadttauben sind Nachkommen entflogener Haustauben und die gesundheitliche Gefährdung ist nicht größer als durch andere Zier- und Wildvögel oder Haustiere.

    Bestandregulierung gelingt mit Taubenschlägen
    Viele der angewandten Vergrämungsmethoden für Tauben stellen ein Tierschutzproblem dar. An Spikes verletzen sich immer wieder junge und unerfahrene Vögel, in Netzen können sich die Tiere verheddern und qualvoll zu Tode kommen. Dass Tauben abgeschossen oder eingefangen und getötet werden, ist zudem keine Seltenheit. Dieses Vorgehen ist weder tierschutzgerecht noch effektiv. Denn die Bestände erholen sich aufgrund des großen, aber nicht artgerechten Futterangebots in den Städten innerhalb weniger Wochen. Die einzige tiergerechte Lösung zur Bestandsregulierung gelingt mit Hilfe von betreuten Taubenschlägen, -häusern oder –türmen. Diese bieten den Tauben attraktive Nistmöglichkeiten, in denen gelegte Eier leicht durch Attrappen ausgetauscht werden können. Viele Mitgliedsvereine des Deutschen Tierschutzbundes betreiben bereits seit Jahren solche Taubenhäuser und stehen im Dialog mit den Gemeinden. „Mit der Kampagne wollen wir auch die wertvolle Arbeit der Vereine vor Ort unterstützen und weitere Kommunen davon überzeugen, diesen Weg zu gehen“, sagt Schröder.

    Ein emotionales Taubenvideo finden Interessierte unter www.tierschutzbund.de/taubenschutz.

  • Großer Dank an Black Rose Tattoo

    Hallo zusammen,

    nach dem Kassensturz des gestrigen Charity Tages ( 03.03.2018)  für das Tierheim Moers, freuen wir uns euch mitzuteilen, das wir die stolze Summe von 3262,90€ eingenommen haben. Die Spendendosen des Tierheims – Tierschutz sind noch nicht dazu gezählt. Im grossen und ganzen war es ein sehr erfolgreicher Tag. Wir danken allen freiwilligen Helfern, Spendern, Beteiligten,Kunden und Freunden.

    Das Team von Black Rose Tattoo

     

    Eine so tolle Aktion!! Wir bedanken uns bei den Initiatoren, allen Helfern und Besuchern ganz lich für den unermüdlichen Einsatz!!

    Wir waren selbst vor Ort und der Andrang war unglaublich. Bis in die Nacht hinein wurde fürs Tierheim gepierct und Tattoos gestochen.

    Euer Tierheimteam 08.03.2018

    PS.

    In den Dosen waren nochmals über 165 Euro.

  • Püppi sucht Menschen mit Feingefühl

    [table id=15U18 /]

    24.03.2018

    Nachdem Püppi Anfang März vermittelt wurde, kam sie nun schon wieder zu uns zurück. In diesem neuen Zuhause hat sie sich nur hinter einem Sofa versteckt, kaum gefressen und wollte einfach nicht warm werden.  Die kleine Motte ist nach diesem Hin und Her natürlich nicht gerade in der besten Verfassung. Eingeschüchtert und vollkommen durcheinander muss sie sich erst wieder finden. Wir versuchen ihr zu helfen  mit leisem Zuspruch und viel Ruhe. Schauen wir , wie sie sich in den nächsten Tagen verhält.

    16.02.2018

    Seit gut einer Woche ist die knapp 5jährige Püppi bei uns.
    Sie wurde abgegeben, weil es zu Spannungen zwischen ihr und ihrer Besitzerin kam. Grundsätzlich wurde Püppi jedoch als freundlich und verschmust beschrieben.
    Wie haben wir sie bisher kennen gelernt? Verschüchtert, entwurzelt und traumatisiert! Püppi gehört zu den Katzen, die den Verlust ihrer vertrauten Umgebung nicht gut verkraften.
    Inzwischen ist Püppi auch ins Katzenhause umgezogen und hat sich einen sicheren Rückzugsort gesucht.
    Unsere Erfahrung sagt uns, dass wir keinen Grund haben an der Aussage über ihr freundliches und auch verschmustes Wesen zu zweifeln …unsere Erfahrung sagt uns, Püppi braucht Zeit, um das Erlebte zu verarbeiten und neues Vertrauen zu fassen.
    Deshalb sucht die Wohnungskatze geduldige und einfühlsame Dosenöffner

    08.02.2018

    Die Eigentümerin von Püppi kam mit ihr nicht zurecht. Aus einem für uns nicht bekannten Grund wurde sie von ihr angegriffen und sie hatte Angst vor ihr. Püppi wäre zu allen Menschen freundlich – nur nicht zu ihr.  Im Moment macht sie bei uns einen eher eingeschüchterten Eindruck, aber um weiteres sagen zu können, lassen wir sie erst einmal ankommen und sich mit der neuen Umgebung vertraut machen.

    [cforms name=”Kontakt Katzenvermittlung”]

  • Chinchillas Jolly und Jumper, vermittelt 31.01.2018

    Jumper

    Jolly und Jumper sind heute in ein neues Zuhause umgezogen.

    Jolly

    Wir wünschen den Beiden und den neuen Besitzern alles Gute.

    31.01.2018

  • Bautagebuch

    …und dann ging alles ganz schnell! Binnen weniger Tage musste das alte Hundehaus geräumt werden und das Gelände für die anrollenden Baumaschinen und Lkw’s hergerichtet werden. Stahlplatten auf dem Tierheim-Hof sollen die darunter liegenden Versorgungsrohre vor Beschädigungen schützen, Telefon- und Stromleitungen mussten “erhöht” werden, damit auch die großen Brummis keinen Schaden anrichten.

    Täglich wird das alte Hundehaus ein Stück kleiner. Das Team der Firma Dyckhoff leistet dabei hervorragende Arbeit und stört den Tagesablauf unserer Tierheimtiere so wenig wie möglich. Und wie das so ist, wenn man baut und abreißt – schnell tauchen ein Haufen Fragen und Probleme auf, die irgendwie beantwortet und gelöst werden müssen: “Wem gehört die Mauer an der Grundstücksgrenze?”, “Wo verläuft der Wasser-Anschluss?” und so weiter…

    Hier ein paar Eindrücke der Abrissarbeiten:

    Update Oktober 2017:

    Artikel vom 11.10.2017 in der NRZ/WAZ

    Artikel vom 11.10.2017 in der Rheinischen Post

    Baustellenbilder vom 02.12.2017

    Baustellenbilder vom 09.12.2017

    Baustellenbilder vom 16.12.2017

    Baustellenbilder vom 23.12.2017

    Baustellenbilder vom 06.01.2018

    Baustellenbilder vom 13.01.2018

    Baustellenbilder vom 20.01.2018

    Baustellenbilder vom 27.01.2018

    SIE können hier an dieser Stelle das Bauprojekt in den nächsten Monaten begleiten, aber natürlich auch über eine finanzielle Spende entscheidend voran treiben.

    Spendenkonto DE93 3545 0000 1120 0059 86
    Verwendungszweck: Hundehaus

    Haben Sie Fragen? Bitte kontaktieren Sie uns!

    Der Neubau unseres Hundehauses wird unterstützt aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Förderprogramms baulicher Maßnahmen in Tierheimen.

     

  • Bericht der Rheinischen Post über die Tierweihnacht 2017

    Bericht über unsere Tierweihnacht in der Rheinischen Post vom 05.12.2017

  • Schichtwechsel

    Hallo … ich grüße Euch, mein Name ist Paula und anscheinend ist es nun an mir, Euch mit Informationen zu versorgen.

    Zuletzt hatte ja Atreju diese Aufgabe übernommen, aber wie Ihr wisst, hat Atreju den Weg über die Regenbogenbrücke genommen. Da ich ihn bei seinem Job diverse Mal schon unterstützt habe, habe ich dieses Projekt nun zur Chefsache erklärt … auch wenn meine Fülle an Aufgaben und Verantwortung mir dafür eigentlich keinen zeitlichen Spielraum lassen.

    Für die, die mich noch nicht kennen: ich lebe im – wie es gemeinhin genannt wird – Tierheim Moers und bin das, was Ihr Zweibeiner eine Hofkatze nennt. Zumindest ist das die Umschreibung, die sich für Eure Ohren vermutlich verständlich anhört – tatsächlich verhält es sich aus tierischer Sicht etwas anders: ich bin die Managerin eines Hotels für temporär hilfebedürftige Tiere jeder Art. Diese Formulierung sollte schon deutlich machen, dass ich einen mehr als gefüllten Arbeitstag habe … ach, was heißt Arbeitstag … das ist nun wirklich kein “nine to five Job” – vielmehr eine 24/7 Tätigkeit!

    Damit Ihr Euch das alles etwas besser vorstellen könnt, will ich Euch einen kleinen Einblick gewähren. Als Managerin bin ich sowohl für meine Gäste als auch für das Personal zuständig. Meine Gäste sind natürlich allesamt Tiere … während das Personal ausschließlich aus Zweibeinern besteht.

    Personalführung ist eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit, die Durchsetzungsvermögen, Fingerspitzengefühl und viel Geduld erfordert. Ich möchte Euch an dieser Stelle anvertrauen, dass ich manches Mal der Verzweiflung sehr nahe bin. Ein paar Beispiele …

    Ich speise nicht mit den Gästen, ich habe einen eigenen kleinen Speisesaal. Natürlich ist das Personal zuständig für mein leibliches Wohl … das versteht sich ja von selbst … ich habe kaum Zeit, mich selbst darum zu kümmern. Leider läuft das nicht zufriedenstellend. Es scheint irgendwo eine Arbeitsanweisung zu geben, die besagt: Dame Paula bekommt zwei Mahlzeiten pro Tag. Ich weiß nicht, wo diese Anweisung her kommt, aber sie ist einfach nicht aus den Köpfen des dosenöffnenden Personals heraus zu bekommen. Tagtäglich – wirklich absolut jeden Tag – erkläre ich, dass ich speisen möchte, wann immer mir danach ist und dass ich schon mal gar nichts fresse, was länger als 15 Minuten auf meinem Teller liegt. Das Fingerspitzengefühl habe ich bei dieser Thematik komplett abgelegt – hier ist nur noch Durchsetzungsvermögen und offensichtlich leider auch Geduld gefragt. Zumindest klappt es inzwischen, dass ich regelmäßig meine Katzenmilch bekomme – dass ich die für mein Seelenheil brauche, haben inzwischen alle verstanden.

    Ein anderes großes Thema ist die Sache mit den Türen … jedes anständige Hotel verfügt über einen Doorman und ich kann Euch versichern: das hier ist ein mehr als anständiges Hotel! … ABER … mein Doorman scheint die meiste Zeit des Tages nicht auf die Türen zu achten, durch die ich hindurch gehen möchte. Hier scheint sich der Gedanke verfestigt zu haben, dass ich einfach durch die sogenannten Katzenklappen gehen könnte

    Ich weiß, dass ich von meinem Personal nicht den überdurchschnittlichen Einsatz erwarten kann, den ich hier einbringe – deshalb brauchen sie nachts nicht arbeiten. Da dann ja logischerweise auch niemand die Türen öffnen kann, wurden diese entwürdigenden Katzenklappen eingebaut. Aber tagsüber? Ich bitte Euch … da muss doch jemand die Türe öffnen, wenn ich hindurch möchte. Für mich absolut unverständlich und inakzeptabel.

    Ich will mich nicht nur beschweren … sie tun auch wirklich nette Dinge für mich. Mein Büro ist ja im Katzenhaus und erst kürzlich habe ich ein neues Chefbett bekommen und eine eigene Wärmesonne …das ist so schön und wohltuend, dass ich manchmal fast vergesse zu arbeiten.

    Und auch um die Gäste kümmern sie sich alle wirklich gut. Da lasse ich nichts auf mein Personal kommen!

    Von meinen Gästen muss ich Euch aber auch noch schnell erzählen. Wie gesagt – ich betreibe ein Hotel für hilfebedürftige Tiere … nicht nur Katzen … alle Tiere. In Notsituationen gibt es keine Rivalitäten zwischen Katzen und Hunden oder Katzen und Mäusen … da halten wir einfach zusammen und jeder ist willkommen. Im vergangenen Jahr haben wir sogar extra Räume umgebaut, damit Hähne und Minischweine hier wohnen konnten.

    Und auch unser Serviceangebot ist großartig. Ich will nicht hochstapeln, aber man könnte schon fast Wellness-Hotel sagen … es gibt hochwertige und abwechslungsreiche Mahlzeiten. Unsere Wintergäste, die Igel, bekommen sogar täglich einen komfortablen Transport zum Wiegen … da müssen sie nicht selber laufen … und für alles, wozu das Personal aufgrund der vielen Aufgaben nicht mehr soviel Zeit hat, gibt es noch Zweibeiner, die nur dafür da sind, die Freizeit unserer Gäste zu bereichern: sie gehen mit Hunden spazieren oder kuscheln mit Katzen.

    Unsere Gäste fühlen sich so wohl, dass sie uns bei unserer Arbeit unterstützen. Kennt Ihr Hexe? Ein großartiger Gast … 1a in den Themen Mitarbeiterschulung! Ungeduldige und ungeschickte Zweibeiner schicke ich alle in Hexe´s Seminare. Wenn einer Grenzen unmißverständlich aufzeigen kann, dann sie! Hexe hat klare Regeln: nicht über den Rücken streicheln, nicht bedrängen und äußerste Zurückhaltung … hält sich jemand nicht daran … Zack … sofort wird diese Regel untermauert und durch Konsequenzen gefestigt. Ich glaube von ihr könnte ich auch noch was lernen …

    Na ja, und auch Atreju, der Euch einige Monate mit Geschichten aus diesem Hotel (er nannte es so wie Ihr Tierheim – aber was soll man von einem Hund auch erwarten) versorgt hat, war ein Gast.

    Ihr seht, wir  sind hier ein eingespieltes Team und jeder – egal wie lange er hier verweilt – ist ein Teil des Teams. Jetzt, wo ich diesen Job hier mache, seid auch Ihr ein Teil des Teams.

    Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit und bis zu den nächsten Hotel-News wünsche ich Euch alles Gute!

    Mit sehr freundlichen Grüßen

    Dame Paula

  • “Freundschaftsdienst” vom 5.12.2017

    Hallo … guten Tag,

    ich fühle mich ein wenig unsicher …
    Vielleicht fangen wir einfach mal ganz formell an – ich sage Euch, wer ich bin und was ich hier mache:

    Mein Name ist Brian. Ich wohne im Moerser Tierheim und ich mag ein sehr ruhiges und strukturiertes Leben, weshalb mir das hier jetzt gar nicht behagt … aber ich tue es für einen Freund!

    Viele von Euch werden schon wissen, dass Atreju das Tierheim über die Regenbogenbrücke verlassen hat – was die meisten sicher nicht wissen, ist, dass er schon länger wusste, dass das sein Weg sein würde. Wir Tiere spüren es, wenn unsere Kräfte nicht mehr zum Leben reichen. Wir haben beide auf der Wiese gewohnt und er hat schon vor ein paar Wochen zu mir gesagt: “Brian, das wird hier kein gutes Ende nehmen. Alle haben so um mich gekämpft und ich habe alles gegeben, um wieder gesund zu werden, aber ich bin am Ende meiner Kräfte und ich möchte, dass Du, Brian, meinen Freunden da draußen noch ein paar Dinge von mir sagst, wenn ich meinen letzten Weg angetreten habe.”

    Deshalb schreibe ich das hier nun, weil ich meinem Weggefährten diesen Wunsch erfüllen möchte. Wir waren keine so richtigen Buddies, die zusammen auf der Wiese getobt haben, aber wir haben uns sehr respektiert und waren einander auch wichtig. Die gemeinsame Zeit auf der Wiese hat dieses zarte Band stärker gemacht und es macht auch mich sehr traurig, dass mein Wiesenkumpel nun nicht mehr zu mir herüber schauen kann. Ich habe seinen Krankheitsverlauf mit allen Höhen und Tiefen miterlebt und habe all die Sorge und Fürsorge, die ihm entgegen gebracht wurde, gespürt.

    Natürlich habe ich auch gespürt, dass sein letzter Gang nicht mehr fern war und einmal habe ich ihn gefragt: “Sag mal, Atreju, merken Deine Menschen gar nicht, dass sie den Kampf gar nicht mehr gewinnen können?” Und er antwortete: “Nein, Brian, Menschen können das nicht spüren oder riechen wie wir Tiere – sie hoffen und wollen nicht loslassen, aber ich vertraue darauf, dass sie zum richtigen Zeitpunkt die richtige Entscheidung treffen werden und mich nicht leiden lassen.”

    Danach gab es nicht mehr viel zu sagen und ich habe ihm – verbunden durch unsere Wiese – beigestanden.

    Atreju sollte recht behalten: als klar war, dass es für ihn keine Medizín mehr gab, die helfen konnte, wurde ihm weiteres Leid erspart. Er musste seinen letzten Weg nicht alleine gehen – seine Pfote wurde gehalten und sein Kopf gestreichelt. Und auch, wenn wir Tiere die große Traurigkeit spüren, wissen wir, dass diese Traurigkeit der Ausdruck von unglaublich tiefer Zuneigung ist und dieses Gefühl nehmen wir mit über die Regenbogenbrücke … das kann uns niemand mehr nehmen.

    Atreju sagte auch noch zu mir, dass es bestimmt viele geben wird, die sagen werden “oh nein – der arme Hund, er ist nicht mehr aus dem Tierheim raus gekommen …” Er hat mich gebeten, all denen, die diesen Gedanken haben, seine Worte mitzuteilen: “Ich kam vor über einem Jahr in dieses Tierheim und dachte eine ganze Zeit, dass das der schlimmste Ort für mich ist. man hatte mich aus meinem alten Zuhause entwurzelt und in einen Käfig geworfen. Ich war lange Zeit wütend und wollte keinen richtigen Kontakt … aber viele Menschen haben sich um mich bemüht und ihre Bemühungen und ihre Zuneigung waren so ehrlich, dass ich mich dem nicht entziehen konnte. Ich dachte so für mich, na dann mach ich halt das Beste draus und schau mal, was sie so mit mir machen … Und was soll ich sagen, das Tierheim wurde mehr und mehr ein Zuhause für mich … und zwar nicht, weil auf einmal alles toll war, sondern weil ich erkannt habe, dass ein Zuhause nicht dort ist, wo man neben einem Sofa liegen darf, sondern dort, wo man einen Platz im Herzen hat. Und ich hatte hier viele Plätze in vielen Herzen.”

    Ich verstehe absolut, was er damit meinte. Natürlich ersetzt ein Tierheim nicht das Gefühl, ein vollwertiges Mitglied in einem Rudel / einer Familie zu sein – einfach, weil der Tagesablauf und die Rahmenbedingungen anders sind, aber es kann ein Zuhause werden, weil man Menschen findet, die es dazu machen. Mir geht es genau so. Ich weiß nicht, ob ich nochmal ein Zuhause außerhalb des Tierheims finden werde – das ist ja in meinem Fall etwas schwierig, aber auch ich habe hier Menschen, die aus dem Tierheim mein Zuhause gemacht haben.

    So, ich glaube ich habe Euch nun alles erzählt, was Atreju Euch noch wissen lassen wollte. Ich werde hier übrigens nicht nochmal schreiben. Soviel Aufmerksamkeit mag ich gar nicht und ich habe es dieses eine Mal aus reiner Wertschätzung gegenüber meinem Kumpel gemacht. Aber glaubt mal, dieser Spitz war wirklich schlau und loyal … ich bin mir ziemlich sicher, dass er irgendwie auch noch dafür gesorgt hat, dass Ihr auch künftig noch Geschichten aus dem Tierheim hören werdet.

    Mir bleibt jetzt nur noch zu sagen: “Run free, mein Freund! Ich werde unsere Streitereien am Zaun ebenso vermissen, wie unsere gemeinsamen Spaziergänge, die wir ab und zu machen konnten, bevor Du krank wurdest.”

    Damit verabschiede ich mich auch von Euch. Haltet die Erinnerung an Atreju in Ehren …

    So long

    Euer Brian

  • Ein Freund geht seinen Weg

    Schweren Herzens, aber in dem Wissen das einzig Richtige zu tun, mussten wir Atreju diese Woche gehen lassen.

    Noch bis vor 3 Wochen haben wir seine Genesung nicht in Frage gestellt – dann verschlechterte sich sein Zustand deutlich. Er wurde behandelt und erholte sich auch kurzzeitig.
    Anfang dieser Woche musste er dann intensiv medizinisch versorgt werden … lag ganztägig am Tropf. Da sich keine Besserung einstellte, lag der Verdacht nah, dass es eine noch unerkannte Ursachegeben musste.
    Weitere Untersuchungen wurden gemacht, um dann auch den Grund für seinen sehr schlechten Zustand zu finden: Ein Tumor in der Lunge nahm ihm die Luft zum Leben.

    Wir bedanken uns, dass Ihr Atreju hier ein Stück seines Weges begleitet habt und ihn als den Hund wahrgenommen habt, der er war: ein großartiger und treuer Freund!❤️

    Wenn die Sonne des Lebens untergeht,
    leuchten die Sterne der Erinnerung.

  • Ein Spitz rekrutiert Verstärkung…

    Hallo Freunde,

    es hat dieses Mal etwas länger gedauert, bis Ihr wieder von mir hört … das lag an zwei Sachen: zum einen habe ich es etwas ruhiger angehen lassen, damit ich wirklich gesund werden kann und zu anderen musste ich feststellen, dass es hier von der Wiese aus doch etwas schwieriger ist alles im Blick zu halten.

     

    Wie dem auch sei … es geht mir inzwischen wieder richtig gut und denjenigen unter Euch, die sich nach meinem letzten Bericht Sorgen gemacht haben, ich könnte hier futtertechnisch nicht gut versorgt werden, kann ich sagen: alles super! Die Unstimmigkeiten bezüglich meines Futters sind Schnee von gestern – ich bin vollauf zufrieden.

    Das soll aber auch schon genug von mir sein – schließlich habe ich zuletzt ja fast nur von mir erzählt. Ich finde mich zwar ganz passabel, aber so selbstverliebt bin ich dann nun auch nicht …

    Bei uns auf der Wiese ist es ruhig geworden. Kurz nachdem Danilo ausgezogen ist, hat auch Speedy ein Zuhause gefunden. Jetzt sind nur noch Brian und ich auf der Wiese. Das macht uns aber gar nichts, wir zwei haben das hier absolut unter Kontrolle. Was allerdings für mich sehr hilfreich war, war der Umstand, dass auch die Hofkatze Paula manchmal hier ihre Runden dreht. Mir war sehr schnell klar, dass sie mir helfen könnte, mehr Informationen zu bekommen … schließlich bewegt sie sich ganz frei im Tierheim und sie geht sogar ins Katzenhaus.

    Ich habe also aufgepasst und, als sie mal wieder über die Wiese schlich, habe ich gerufen: “Hey, Miezekatze, komm doch mal her!” – Ihr braucht nichts sagen, mir wurde auch recht schnell klar gemacht, dass das keine angemessene Anrede für eine Katze war. – Paula guckte ziemlich grimmig, kam aber näher und fragte: “Was willst du schwarzes Fellmonster? Hast Du was Leckeres für mich?” Ich war irritiert über diese Frage und als höflicher Hund (der ich tief in mir drin wirklich bin) habe ich natürlich geantwortet. Ich weiß ja nicht einmal, was Katzen lecker finden, geschweige denn, dass ich etwas in meinem Zwinger hätte. Kaum war das ausgesprochen, war Paula auch schon weg – ich kam gar nicht dazu, sie zu bitten, mir mehr über Katzen und das Katzenhaus zu erzählen.

    So konnte das nichts werden! Es schien, als bräuchte ich eine andere Vorgehensweise …

    Bei Paulas nächstem Besuch auf der Wiese rief ich dann: “Hey, Paula, hast Du so was schon mal gesehen?” Das war clever … mir war nämlich eingefallen, dass Katzen sehr neugierig sind … sie kam auch sofort und mit hoch aufgestelltem Schwanz (wollte sie mir drohen oder was sollte das) und zitternden Schnurrhaaren fragte sie immer wieder: “Was denn? Was ist da denn?” Jetzt wusste ich ja, ich muss sofort zum Punkt kommen und darf meine Zeit nicht mit überflüssigen Antworten vertrödeln. Ich sagte ihr, dass ich gerne mehr über Katzen wissen würde und auch gerne hören würde, was im Katzenhaus so los ist und ob sie mir dabei nicht helfen könnte. Sie schien geschmeichelt, entspannte, nahm endlich den Schwanz runter, putzte sich ausgiebig und dann erzählte sie endlich … die ganze Nacht hat sie mir alles mögliche erzählt und erklärt. Am nächsten Morgen hatten meine Tierpfleger schon Sorge, dass es mir nicht gut geht, weil ich so müde war … sie konnten ja auch nicht wissen, dass ich nicht geschlafen hatte.

    Ich konnte mir weder alles merken, noch kann ich Euch alles wiedergeben, was Paula erzählt hat. Ich will mal versuchen, das für Euch ein wenig zusammen zu fassen – oder habt Ihr die ganze Nacht Zeit?

    Ich habe ja immer gedacht, alle Katzen sind flauschig, suchen sich einen Menschen aus und *zack* haben sie ein neues Zuhause. Paula sagte, dass ich da vollkommen falsch liege – natürlich sind Katzen flauschig, aber so schnell suchen sie sich keinen Menschen aus. Eigentlich wollen sie erst sicher sein, dass ein Mensch “es wert” ist, dass sie ihm ihre Aufmerksamkeit und Zuneigung schenken. Und Ihr könnt Euch sicher denken, was das braucht … richtig … das braucht sehr viel Zeit. Und wisst Ihr wie viel Zeit das braucht? Ich habe gedacht, na ja dann kommt ein Interessent halt 2 – 3 Mal und gut ist … da hat Paula laut gelacht … manche Katzen nehmen sich Wochen oder Monate, ehe sie sich zugänglich zeigen.

    Jetzt ist mir natürlich klar, warum manche von ihnen echt lange bei uns sind. Das hat mich schon ein bisschen traurig gemacht und ich habe die Vermutung geäußert, dass dann wohl einige Katzen immer bei uns bleiben. Aber Paula meinte, Geduld wäre eine Tugend (Katzen sind Ansitzjäger – wusstet Ihr das?) und zahlt sich am Ende fast immer aus. Irgendwann kommt für jede Samtpfote der passende Mensch … und dann, wenn es passt, wenn ein Mensch soviel Geduld und Rücksichtnahme hat, dass er eine besonders skeptische Katze für sich gewinnen kann, dann ist das auch etwas ganz besonderes. Paula sagte noch etwas sehr ergreifendes … sie sagte, dass die Qualität einer Beziehung sich nicht nach der Dauer, sondern nach der Intensität, der Tiefe und dem Füreinander bemisst. – Das hatte was! Ich war sehr beeindruckt!

    Sie hat mir von Pinkie und Akie erzählt. Zwei Katzenfreundinnen, die nun auch schon über fünf Monate bei uns sind. Paula sagte, dass beide sehr zurückgezogen sind und lange Zeit gar keinen Kontakt zugelassen haben (inzwischen ist Akie wohl schon etwas aufgetaut und sogar Pinkie hat sich zuletzt von einer Tierpflegerin streicheln lassen). Was aber noch viel schwieriger ist an der Situation, ist, dass Pinkie schon 17 Jahre alt ist. Da muss sich wirklich ein Mensch finden, der sich zurückstellt und dessen Wunsch es ist, diesen zwei Katzen etwas Gutes zu tun.

    Oder auch Sunny – sie ist auch schon drei Monate im Tierheim und sitzt nur im Schrank! Da braucht man ja nicht nur einen Menschen mit einem großen Herz für Katzen … der Mensch muss ja auch einen Schrank haben …

     

    Ich könnte die Liste noch lange weiter führen, aber ich glaube die eigentliche Aussage ist klar: Wer ein Tier zu sich holt, sollte dies machen, weil er ein respektvolles Mit- und Füreinander anstrebt. Denn wenn man auch die vielleicht nicht so schönen oder unerwünschten Seiten an seinem Vierbeiner akzeptiert, dann findet man das, was so viele suchen: echte Freundschaft!

    Paula hat mir versprochen, mich auf dem Laufenden zu halten … und das gleiche mache ich natürlich mit Euch.

    Bis demnächst

    Euer Atreju